Jesenski izpitni rok 2022

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Jesenski izpitni rok 2022

Alexander von Humboldt – Vor 250 Jahren, genau am 14. September 1769, wurde Alexander von

Humboldt als Sohn reicher Adeliger in Berlin geboren. Sein

privilegiertes Leben und den für ihn vorgesehenen Staatsdienst ließ er

zurück und finanzierte mit dem reichen Erbe seiner Familie eine

fünfjährige Entdeckungsreise nach Mittel- und Südamerika, die 1799

startete. Diese Reise machte Alexander von Humboldt zu einem der

berühmtesten Wissenschaftler seiner Zeit. Er sammelte auf dieser

Entdeckungsreise Unmengen an neuen botanischen und geologischen

Daten, drang in Gebiete vor, die noch kein Europäer vor ihm gesehen

hatte. Der rastlose Forscher beschäftigte sich jedoch nicht nur mit

Biologie und Zoologie, er war auch Kartograf und Vulkanologe, Experte

für Landwirtschaft und Bergbau und befasste sich mit Meereskunde und

Meteorologie. Heute sind weltweit mehr Pflanzen, Tiere und Plätze

nach Humboldt benannt als nach irgendeinem anderen Forscher.

Es waren aber nicht seine unbestrittenen wissenschaftlichen Ergebnisse, sondern vor allem sein

neuer Blick auf die Natur, mit dem Humboldt seine Zeitgenossen und auch nachfolgende

Generationen beeinflusst hat. Denn es ging Humboldt eben nicht nur um eine reine Vermessung der

Welt, sondern vor allem darum, die Natur als einen einzigen lebenden Organismus, den man sich wie

ein dicht ineinander verwobenes Netz vorstellen muss, in dem vom kleinsten Insekt bis zum größten

Baum alles miteinander seinen unverzichtbaren Platz hat, in dem alles einander spiegelt. Geht ein

Teil, und sei er noch so klein und scheinbar unbedeutend, davon verloren, sind die Folgen fatal. Ein

aktueller Beleg für Humboldts Erkenntnis wäre etwa das erst seit Kurzem thematisierte

Insektensterben, dessen dramatische Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem gerade ins

öffentliche Bewusstsein dringen.

Was Alexander von Humboldt heute so aktuell macht, ist, dass er außerdem der Erste war, der von

einem globalen Klima sprach, der die dramatischen Folgen von Abholzung und Monokulturen

thematisierte. Wenn der Mensch so weitermache, so Humboldt, werde er unweigerlich einen

Klimawandel herbeiführen, der weitreichende Folgen für Natur und Menschen haben wird – warnte

der große Gelehrte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Alexander von Humboldt war aber nicht nur Klima- und Umweltschützer. Trotz seiner bedeutenden

wissenschaftlichen Leistungen plädierte er dafür, sich der Natur nicht ausschließlich mit dem

Verstand, mittels Daten und Vermessungen, sondern vor allem mit dem Herzen, den Gefühlen zu

nähern. „Die Natur muss gefühlt werden“, lautete Humboldts Aufforderung: Wer eine Blumenwiese

nach einem sommerlichen Regenschauer bestaunen, riechen und fühlen kann; wer die Poesie von

tanzenden Meereswellen auf sich wirken lassen kann, der, so der Forscher, vermag sich der

Vollkommenheit der Natur anzunähern und wird alles tun, um diese zu schützen. Wer kann dem

großen Naturforscher hier widersprechen?

Aufgabe 1

Entscheiden Sie, ob diese Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind. Markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben ().

1.Mit dem geerbten Geld konnte Humboldt seine Entdeckungsreise nicht bezahlen.
2.Durch die Reise nach Mittel- und Südamerika wurde er allerdings noch nicht bekannt.
3.Er erforschte viele Wissensgebiete, unter anderem die Kartografie und Vulkanologie.
4.Es werden nach keinem anderen Wissenschaftler so viele Lebewesen benannt wie nach Humboldt.
5.Er warnte bereits im 19. Jahrhundert vor dem Klimawandel.
6.Nach Humboldt sollte man die Natur fühlen und auch verstehen.

Rešitve – Aufgabe 1

1.F
2.F
3.R
4.R
5.R
6.R

Ja, ich will!

Jedes dritte Ehepaar in Deutschland lässt sich scheiden. Aber vom Heiraten hält das die Menschen

nicht ab: Fast 407 500 Paare haben sich 2017 das Jawort gegeben, viel mehr als vor fünf Jahren.

Warum heiraten die Deutschen wieder öfter? „Für mich ist die Ehe ein Symbol dafür, dass mein Mann,

mein Sohn und ich eine Familie sind“, antwortet Rebekka Volmert. So sehen es viele. In einer

Umfrage des Portals Statista zu den wichtigsten Heiratsmotiven antworten 46 Prozent der Befragten,

dass dadurch die Verbindung zum Partner stärker wird. 34 Prozent finden, dass eine Heirat ein

Liebesbeweis ist. Und 30 Prozent meinen: „Durch eine Hochzeit wird man zu einer richtigen Familie.“

Man sagt über die Deutschen, dass sie gern pragmatisch denken. Aber bei der Ehe dominierten die

Emotionen. Erst an fünfter Stelle nennen die Menschen bei der Umfrage finanzielle Motive für eine

Heirat – wie das Sparen von Steuern. „Natürlich ist es positiv für uns, dass wir als Ehepaar weniger

Steuern zahlen müssen“, sagt Volmert. „Aber viel wichtiger ist es, dass wir jetzt alle drei denselben

Nachnamen haben. Das macht vieles einfacher, zum Beispiel Arztbesuche mit unserem Sohn.“

Auch wenn eine Heirat manches leichter macht – der Weg dorthin ist es nicht immer. Eine wichtige

Station ist die Anmeldung beim Standesamt. Dafür braucht man mehrere Dokumente. Volmert und ihr

Partner mussten zu der Anmeldung ihre Ausweise mitbringen und ihre Geburtsurkunden – auch die

ihres Sohnes. Eine spezielle Meldebescheinigung haben sie auf dem Amt bekommen. „Ich war

überrascht, wie unkompliziert die Anmeldung war“, erzählt Volmert.

Komplexer wird es, wenn einer der Verlobten Ausländer ist. Mehr als 46 000 binationale Paare mit

einem deutschen und einem ausländischen Partner haben 2017 in Deutschland geheiratet. „Der

bürokratische Prozess bei binationalen Ehen ist individuell“, sagt Swenja Gerhard vom Verband

binationaler Familien und Partnerschaften in Frankfurt. Sie erklärt: „Zwei Aspekte sind entscheidend:

der Wohnort des ausländischen Verlobten und seine Staatsangehörigkeit.“

Kommt der ausländische Partner aus der Europäischen Union, ist vieles einfacher. Sonst kann es zum

Beispiel schwierig sein, eine Geburtsurkunde zu bekommen. „In Brasilien, auf den Philippinen oder in

der Türkei kann es da Probleme geben“, sagt Gerhard. Die Juristin empfiehlt: „Prüfen Sie in allen

Dokumenten: Vorname, Nachname, Geburtsdatum und Geburtsort müssen überall korrekt und gleich

geschrieben sein.“

Binationale Ehepaare brauchen auch ein Ehefähigkeitszeugnis. Das beantragt der ausländische

Partner in seinem Heimatland. Es dokumentiert, dass die Verlobten nicht schon verheiratet und nicht

miteinander verwandt sind. Aber nicht in allen Staaten bekommt man es: „Nur circa 30 Länder stellen

ein Ehefähigkeitszeugnis aus“, sagt Gerhard. Tut es das Heimatland nicht, muss der ausländische

Partner eine Befreiung beantragen. Das alles kann Monate dauern. Sind alle ausländischen

Dokumente da, muss man sie noch übersetzen lassen – und das am besten in Deutschland von

einem vereidigten Übersetzer, denn er kennt die juristische Sprache genau.

Die Bürokratie sollte aber binationale Paare nicht vom Heiraten abhalten. So gibt es in vielen Städten

Beratungsangebote, zum Beispiel vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften. „Wir

helfen Menschen in genau diesen Situationen“, sagt Gerhard.

Wenn dieser Teil des Weges zur Heirat geschafft ist, braucht man einen Termin für die Trauung auf

dem Standesamt. Wer an einem speziellen Tag wie dem 5. 5. oder dem 6. 6., im Frühling oder im

Sommer heiraten möchte, sollte sich früh um einen Termin kümmern. Zu einer anderen Zeit kann es

auch spontan klappen. Volmert und ihr Verlobter hatten Glück: Sie haben schon zwei Wochen nach

ihrer Anmeldung einen Termin an einem Dienstag bekommen.

„Die Trauung war schön, aber sehr kurz“, sagt Volmert. „Mich hat überrascht, wie formell manches

war“, erzählt sie. „Zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob man den anderen heiraten will. Da war

es ganz wichtig, dass man klar und deutlich Ja sagt.“

Aufgabe 2

Beantworten Sie kurz die Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.

1.Was ist laut der Umfrage der häufigste Grund für die Heirat? ___
2.Welchen finanziellen Vorteil hat Heirat für die Deutschen? ___
3.Welche Dokumente mussten Rebekka Volmert und ihr Partner bei der Heiratsanmeldung vorlegen? ___
4.Wer muss bei der Heiratsanmeldung das Ehefähigkeitszeugnis vorlegen? ___
5.Warum ist es oft schwierig, ein Ehefähigkeitszeugnis zu bekommen? ___
6.Was macht man, wenn man kein Ehefähigkeitszeugnis bekommen kann? ___ (6 Punkte)

Rešitve – Aufgabe 2

1. Die Verbindung zwischen den Partnern wird stärker.
2.Sie sparen an Steuern.
3.Ausweise und Geburtsurkunden. Napačna rešitev, če
4.M222-251-1-4
5. Nicht alle Staaten stellen es aus.
6.Man beantragt eine Befreiung davon.
Aufgabe 3

Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.

1.Wenn man heiraten will, muss man sich ___ anmelden.
2.Bei jeder Heiratsanmeldung binationaler Paare spielt sowohl der Wohnort des ausländischen Partners als auch seine ___ eine wichtige Rolle.
3.Bei der Heiratsanmeldung binationaler Paare ist vom Vorteil, wenn der ausländische Partner ___.
4.Die nötigen Dokumente müssen in die ___ übersetzt werden.
5.Hochzeitstermine im Frühling und im Sommer sind ___, deshalb muss man sie lange im Voraus reservieren.
6.Rebekka Volmert stellt erstaunt fest, dass ihre Hochzeit zwar schön, aber kurz war, doch zugleich war sie auch sehr ___. (6 Punkte) Prazna stran OBRNITE LIST.

Rešitve – Aufgabe 3

1.beim Standesamt
2. Nationalität
3. aus EU kommt europäisch
4.deutsche Sprache NESPREJEMLJIVO:
5. beliebt
6. formell