Jesenski izpitni rok 2018
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
Zeitung in der Schule – „Jugendliche sind fasziniert von Medien“ – Interview mit Kathrin Demmler
Jugendlichen ist die Zeitung mittlerweile fremd, heißt es. Doch war das früher wirklich anders?
Haben 14-jährige, bevor es das Internet gab, tatsächlich Tageszeitung gelesen?
Die Schüler haben die Zeitung auch damals natürlich nicht am Kiosk gekauft. Aber zumindest lag sie
bei den Familien zu Hause auf dem Tisch. Umso weniger die Tageszeitung daheim verfügbar ist,
desto seltener kommen junge Leser damit in Berührung. Jugendliche nutzen heute Medien sehr
individuell. Wie viel junge Menschen lesen, hat sich aber nicht verändert seit es Internet und
Smartphones gibt. Die Jugendlichen lesen auf verschiedenen Kanälen – Mädchen mehr als Jungen.
Welche Medien nutzen sie denn bevorzugt, um Informationen zu bekommen?
Natürlich spielt das Internet dabei die wichtigste Rolle. Sie nutzen es mit dem Laptop und immer öfters
auch mit dem Smartphone. Die Jugendlichen suchen gezielt nach dem, was sie interessiert. Und im
Netz haben sie ein großes Angebot. Wenn sie Sport mögen, können sie nicht nur einen
journalistischen Artikel dazu lesen, sondern auch auf die Homepage eines Vereins gehen, bei Social
Media einem Club folgen und Ähnliches.
Die Jugendlichen sind heute also nicht gleichgültiger, sondern nur selektiver?
In ihren Interessengebieten kennen sie sich genauso gut aus wie die Jugendlichen früher. Ein
Problem gibt es dennoch: Es ist schwieriger geworden, über Informationen zu stolpern, die einen
sonst vielleicht gar nicht interessiert hätten. Oft bleiben junge Leser enger in ihrem Horizont, als das
früher der Fall war.
Glauben Sie, Projekte wie „Zeitung in der Schule“ sind sinnvoll?
Ja. Alles ist sinnvoll, was Jugendlichen Zugang zu verschiedenen Informationsquellen verschafft. Sei
es in einer Zeitung oder im Internet. Ihr Horizont wird geweitet.
Sind Jugendliche denn ausreichend informiert über Medienkonsum und Mediennutzung?
Beispielsweise was den Wahrheitsgehalt von Informationen im Netz angeht oder bezüglich den
Themen Urheberrechtsverletzung und Datenschutz?
Jugendliche brauchen unbedingt Bezugspersonen, die ihnen Gesprächsanlässe und Anregungen
geben. Das Netz wird oft als ein scheinbar gesetzfreier Raum wahrgenommen und das führt dort zu
teilweise aggressivem und ablehnendem Online-Verhalten. Die Leute gehen dabei häufig davon aus,
dass ihre persönlichen Daten nicht erkennbar sind. Jugendliche wissen zwar, dass sie aufpassen
müssen, was sie bei Facebook von sich preisgeben, und sie kennen die Debatte über die NSA. Das
führt aber in erster Linie zu Verunsicherungen. Es ist viel verlangt von jungen Menschen, allein
zurechtzukommen mit dem Konflikt zwischen dem Drang, sich in der Internetwelt selbst darzustellen
einerseits, und der Notwendigkeit, die eigenen Daten zu schützen, Informationen zu sortieren und
auszuwählen andererseits. Medienthemen müssen stärker in den Bildungsplänen verortet werden. Da
gibt es großen Ausbaubedarf.
Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben ().
Rešitve – Aufgabe 2
Beantworten Sie kurz die Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.