Spomladanski izpitni rok 2018
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
Ein schönes Geschäft – Sie wurde die „Kaiserin der Kosmetik“ genannt
– die Polin Helena Rubinstein. Ihr Erfolg
beginnt mit einer einfachen Gesichtscreme.
Als Helena Rubinstein ihre Karriere in der
Kosmetik startet, gelten zwei Grundsätze:
Frauen sind nicht berufstätig und Frauen
schminken sich nicht. Zumindest nicht
diejenigen, die Wert auf einen guten Ruf legen.
Das ist jetzt etwa 120 Jahre her.
Damals ist die Polin Helena gerade zu ihrem
Onkel nach Australien ausgewandert, wo die
heiße Sonne der Damenwelt gar keine Freude
romantischen Fassade verbirgt sich ein straff
machte. Die 18-jährige wird wegen ihrer
organisiertes Unternehmen. Noch 1964
weißen Haut beneidet und oft nach ihrem
werden sämtliche Cremes und Wässerchen für
Geheimnis gefragt.
Frankreich, Skandinavien und Beneluxländer
von nur vier Mitarbeitern hergestellt.
Und weil Geheimnisse viel Geld einbringen
können, wenn man sie verrät, tut sie genau
Ihr größter Erfolg gelingt ihr aber schon 1929.
das. Es ist eine einfache Pflegecreme aus Öl,
Da gibt es eine schwere Wirtschaftskrise,
Kräutern und Rinderfett, die sie aus Polen
ähnlich wie die in den letzten Jahren, nur mit
mitgebracht hat. Die beginnt sie nun zu
wesentlich schlimmeren Auswirkungen. Viele
verkaufen, zunächst nur in ihrem Umfeld, dann
Unternehmen machen Bankrott, Millionen
in einem Beauty-Salon, den sie in Melbourne
Menschen verlieren ihre Arbeit.
eröffnet. Nach einigen Jahren zieht es Helena
wieder nach Europa – sie überlässt ihren
Helena profitiert, denn sie hat noch vor der
beiden Schwestern die Führung des
Krise einen großen Teil ihrer Firma für 7,3
Unternehmens in Australien und eröffnet im
Millionen Dollar an eine Bank verkauft. Als
Abstand von wenigen Jahren Filialen in
diese Bank in finanzielle Schwierigkeiten gerät,
London, Paris und New York. Helena
kauft sie ihr eigenes Unternehmen wieder
Rubinstein ist jetzt eine Weltmarke. Sie wirbt
zurück – für 1,5 Millionen.
als Erste mit ihrem wissenschaftlich-
medizinischen Image – Kosmetik ist jetzt nicht Helena liebt auch die Kunst. Durch ihren
mehr nur eine weibliche Eitelkeit, sondern eine geschäftlichen Erfolg kann sie es sich leisten,
Wissenschaft. Kunst und Künstler großzügig zu fördern. Sie
gründet Helena-Rubinstein-Foundation und
Helena – die selbst angeblich einst ein vergibt Stipendien.
Medizinstudium begonnen hat – konsultiert bei
der Entwicklung ihrer Produkte Hautärzte, Aber auch die Kunst nutzt sie für sich selbst
Ernährungswissenschaftler und beschäftigt und lässt sich von berühmten Malern auf
sich sogar mit Gesichtschirurgie. Helenas Leinwand verewigen. Eine Eitelkeit, die man
Auftreten in das einer Dame von Welt und ihr verzeihen wird – immerhin hat sie es zur
Schönheit ist ihr höchstes Gut. Doch hinter der Kunst erhoben, schön zu sein.
Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben ().
Rešitve – Aufgabe 1
„Eine Dusche kann das totale Glück werden“
Was tun, wenn plötzlich der Job weg ist? Manche Menschen werden depressiv. Anders Christine
Thürmer: Sie wurde zum „Outdoor-Junkie“ – und ist seit 2007 so viel gewandert wie kaum eine andere
Frau.
Christine Thürmer (49) verlor vor Jahren ihren Job als Managerin – und fing an, zu wandern. Bis
heute ist die Berlinerin mehr als 33.000 Kilometer gelaufen. Über diesen deutschen Rekord hat sie ein
Buch geschrieben: „Laufen. Essen. Schlafen“.
Frau Thürmer, Sie machen seit ein paar Monaten eine Wanderpause, weil Sie Ihr erstes Buch
publiziert haben. Fehlt Ihnen das Laufen schon?
Ich freue mich immer total, wenn ich in Berlin bin. Hier gibt es so viel Luxus: warmes Wasser, die
Möglichkeit, zu duschen und zu kochen. Außerdem treffe ich Freunde, gehe ins Theater und ins
Museum. Normalerweise wandere ich neun bis zehn Monate im Jahr. Die aktuelle Pause ist länger,
weil ich mit meinem Buch viel zu tun hatte und auf Lesereise durch Deutschland war. Aber nächste
Woche gehe ich endlich wieder wandern. Abwechslung muss sein.
Sie nennen warmes Wasser Luxus. Hat das Wandern Sie bescheiden gemacht?
Ich habe früher als Unternehmenssaniererin gearbeitet und viel Geld verdient. Aber ich habe nie viel
gebraucht und ausgegeben. Beim Wandern habe ich extrem wenig Gepäck dabei: Wasser, Essen, ein
Zelt und warme Kleidung. Das reduziert die Ansprüche natürlich noch viel mehr. Eine Dusche kann
dann schon das totale Glück werden.
Wie kam es, dass Sie mit dem Wandern anfingen?
Ich habe das manchmal im Urlaub gemacht und konnte mir gut vorstellen, auch lange Strecken zu
wandern. Aber ich hatte ja meinen Job. Dann hat mir meine Firma im Jahr 2003 plötzlich gekündigt.
Man gab mir zehn Minuten, um meine Sachen zu packen. Das war wenige Tage vor Weihnachten.
Kurze Zeit später ist ein guter Freund von mir sehr krank geworden und gestorben. Diese Ereignisse
haben mich zum Nachdenken gebracht. Mit dem Resultat, dass ich einen Flug in die USA gebucht
habe! Ich bin den Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada gewandert. Bis heute bin ich mehr als
33.000 Kilometer gelaufen. Ich war unter anderem noch in Australien und viel in Europa. Deutschland
ist übrigens ein super Wanderland.
Wie haben Sie sich auf die erste Langstreckenwanderung vorbereitet?
Ich war früher überhaupt nicht sportlich. Also habe ich die Kenntnisse aus meinem Beruf benutzt: Ich
habe die Wanderung geplant wie ein Businessprojekt. Elementar ist das leichte Gepäck. Außerdem
gab ich mir pro Monat ein Budget von 1000 Euro. Da ist alles inklusive, auch die Flugkosten. Deshalb
macht es Sinn, lange unterwegs zu sein. Ich wandere eigentlich keine Strecken, die kürzer sind als
1000 Kilometer.
Wie finanzieren Sie das?
Ich habe während meiner Zeit als Unternehmenssaniererin viel Geld gespart. 2008 habe ich meine
Wohnung gekündigt. Wenn ich in Berlin bin, miete ich meistens nur ein billiges Zimmer. Mit dem Buch
verdiene ich jetzt auch Geld. Finanziell kann das ungefähr bis zu meinem 90. Geburtstag
funktionieren.
Was ist so toll am Wandern?
Es macht mich glücklich. Ein bis zweimal am Tag habe ich diesen ganz intensiven Glücksmoment.
Und es ist wirklich wunderbar, wenn man abends müde und zufrieden im Zelt liegt.
Fühlen Sie sich manchmal einsam?
Nein. Ich habe auch keine Angst. Das fragen nämlich immer alle. Ich komme gut mit mir selbst
zurecht. Das ist sehr wichtig, wenn man lange allein unterwegs ist. Von der Idee, sich beim Wandern
selbst zu finden, halte ich nicht viel. Man sollte sich vor so einer Aktion schon gut kennen.
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Rešitve – Aufgabe 2
Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.