Jesenski izpitni rok 2017

Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC

Jesenski izpitni rok 2017

Lernen mal ganz praktisch: – Auf der Suche nach Gold

in alten Handys

In dem neuen Schülerlabor Advanced Materials (SAM) von der Universität des Saarlandes

können Jugendliche ganz praktisch selbst herausfinden, was sich in ihren Handys verbirgt. Sie

zerlegen sie, analysieren die Inhaltsstoffe und verstehen, warum das Handyrecycling so

aufwändig ist. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.

Rund 100 Millionen gebrauchte Handys liegen in Deutschlands Schubladen – ein verlorener Schatz.

Denn jedes von ihnen enthält Spuren von Gold und Silber, etliche Gramm Kupfer und seltene Erden.

Umso wichtiger ist es, diese wertvollen Rohstoffe nach der Nutzung über verschiedene

Recyclingverfahren wiederzugewinnen. „Wir wollen am Beispiel von gebrauchten Handys zeigen,

dass man wertvolle Ressourcen nicht verschwenden darf, sondern in den Kreislauf zurückführen

sollte. Der Abfall ist hier kostbarer Rohstoff am falschen Ort“, sagt Frank Mücklich, Leiter des

Schülerlabors. Was genau in einem Handy steckt und warum ihr Recycling zwar nötig, aber auch eine

ziemlich komplizierte Angelegenheit ist, können Jugendliche im Schülerlabor der Materialwissenschaft

selbst erkunden.

Mit Schraubenzieher und Heißluftfön dürfen die Schüler im Labor ausgemusterte Handys in ihre

Grundbausteine zerlegen. Um Details herauszufinden, nutzen sie Mikroskope, Magnete und

Röntgenstrahlen. Dabei erfahren sie mehr über die Eigenschaften von Metallen, Kunststoffen und

seltenen Erden und verstehen, warum das Handyrecycling so aufwändig ist.

„Mit Hilfe des Periodensystems der Elemente erfahren die Schüler mehr über die chemischen

Inhaltsstoffe der Handys und bestimmen zum Beispiel, welche Metalle darin besonders wertvoll sind“,

erläutert der Materialforscher. Die Experimente rund um das Handy haben einen mehrfachen Nutzen.

Sie motivieren die Schülerinnen und Schüler dazu, ihre alten Handys nicht einfach wegzuwerfen,

sondern zum Recycling zurückzugeben. Gleichzeitig unterstützen sie die Jugendlichen darin, sich

mehr mit der Frage zu beschäftigen, wie sich ihr eigenes Konsumverhalten auf die Umwelt auswirkt.

Das Schülerlabor ist aber nicht die einzige Möglichkeit, mehr über Handys, ihre Rohstoffe und das

Recycling zu erfahren: Im Saarland läuft zurzeit eine ganze Kampagne zum Handyrecycling. Lehrer

und Schüler können auf der Kampagnenseite Filme, Unterrichtsmaterial und Informationen rund um

die Rohstoffe im Handy, den ökologischen Fußabdruck der Elektrogeräte und das Warum und Wie

des Recyclings anschauen und herunterladen.

Und noch etwas bringen solche Schülerlabore: „Für die Schüler ist es eine wichtige Erfahrung, aus

dem gewohnten Schulumfeld heraus zu kommen und zu sehen, wie es an der Universität zugeht. So

erhalten sie einen praktischen Bezug zur Theorie, die ihnen in der Schule vermittelt wird“, sagt die

Lehrerin Pia Kockler, Leiterin des Schülerlabors SAM. „In der Schule lernt man naturwissenschaftliche

Fächer wie Physik und Chemie kennen, aber hat keine Vorstellung davon, wie die Materialforschung

als faszinierende Kombination der verschiedenen Naturwissenschaften und als Brücke zu den

Ingenieurwissenschaften aussieht“.

Aufgabe 1

Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie () jeweils den entsprechenden Buchstaben.

1.Das Schülerlabor SAM fördert die Wiedergewinnung von Rohstoffen in Handys.
2.Im Labor erfährt man, wie man mit Röntgenstrahlen umgeht.
3.Die Experimente motivieren die Lernenden ökologisch zu handeln.
4.Handyrecycling ist eine wichtige Kampagne in ganz Deutschland.
5.Im Labor bereiten die Schüler das Unterrichtsmaterial für die Kampagnenseite vor.
6.Durch die Arbeit im Labor verbinden die Schüler die Theorie mit der Praxis.

Rešitve – Aufgabe 1

1.R
2.F
3.R
4.F
5.F
6.R

Projekt Welt-Raum voll im Gange

Was können wir Flüchtlingen am besten geben, fragten sich Studierende der Universität in

Friedrichshafen. Und kamen zu dem Schluss: Freundschaft.

Von den Begegnungen profitieren heutebeide Seiten.

Deutsche Welle: Anfang 2014 haben Sie Ihr Projekt Welt-Raum

gestartet. Wie ist es dazu gekommen?

Melanie Berger: Zwei Sozialarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz, die

für sechs Asylbewerberheime zuständig sind, kamen auf uns zu und

sagten, dass sie Hilfe brauchten. Zwei dieser Heime stehen in

Friedrichshafen, wo sich auch unsere Uni befindet. Also sind wir dort

hingegangen und haben gefragt, was könnten wir machen und woran

fehlt es? Wir sind ziemlich schnell zu dem Schluss gekommen, dass es

nicht an materiellen Dingen fehlt, da sowohl eine Kirchengemeinde als

auch andere Initiativen sich schon ausreichend darum kümmern. Also

haben wir gedacht, dass das, was wir am besten geben können,

Begegnungen sind.

Wie waren die ersten Reaktionen von Seiten der Bewohner?

Melanie Berger: Am Anfang waren alle etwas skeptisch, weil sie

meinten, es wären schon so viele Leute da, die irgendwas versprochen und nicht gehalten haben.

Also haben wir gesagt: Gut, wir versprechen nichts, wir sind Studenten, wir machen was wir können

und wollen einfach mit euch Zeit verbringen. Wir studieren und damit haben wir auch nicht den

ganzen Tag Zeit, aber sobald wir können, kommen wir vorbei. Nicht, weil wir müssen, sondern weil wir

wollen.

Wie verbringen Sie die gemeinsame Zeit?

Melanie Berger: Im Sommer waren wir oft im Heim. Entweder haben die Syrer für uns gekocht, oder

wir haben zusammen ein großes Abendessen im Hinterhof mit einem großen Tisch veranstaltet. Wir

waren auf Volksfesten, sind an den Bodensee gefahren oder haben gemeinsam WM geschaut.

Mittlerweile haben sich unsere Strukturen verfestigt, weil wir für mehr Kontinuität sorgen wollen. Wir

spielen zwei Mal die Woche Fußball, das Training ist in den Hochschulsport eingegliedert. Wir bieten

ein Frauencafé im Heim an, und wir treffen uns für unsere Sprachtandems. Ich lerne zum Beispiel seit

zwei Jahren Arabisch. Ich habe mich mit Hassan, einem Familienvater aus Syrien, angefreundet - mit

ihm unterhalte ich mich öfter auf Arabisch. Meistens ist es aber eher so, dass wir zusammen Zeit

verbringen und dann kann man jederzeit eine Frage stellen. Von Anfang an haben wir uns den großen

Leitsatz gesetzt, dass wir nicht wollen, dass wir ein Hilfsprojekt sind, sondern dass es um

Begegnungen auf Augenhöhe geht.

Stoßen Sie bei dem Ansatz, vor allem Freundschaften zu knüpfen, nicht auch an Ihre

persönlichen und zeitlichen Grenzen?

Melanie Berger: Natürlich ist nicht jeder mit 20 Asylbewerbern befreundet. Das wäre ja auch

irgendwie unnatürlich. Man versteht sich dann halt mit ein paar Leuten ganz gut und mit denen hält

man Kontakt. Wir wollen auch nichts erzwingen, schließlich ist es ein sehr persönliches Projekt und

wir wünschen uns, dass wir nur langsam und natürlich wachsen. Das Hoffnungslose ist aber trotzdem

auch, dass wir nie unseren eigenen Ansprüchen genügen. Schon allein bei den Freunden, die wir

haben, ist es schwierig. Als Flüchtling darf man ja nicht arbeiten und hat den ganzen Tag Zeit. Wir

allerdings studieren und müssen auch mal andere Dinge erledigen. Dadurch entsteht auch ein

Ungleichgewicht. Oft habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich wieder absagen muss. Aber ich

denke, mittlerweile besteht auf beiden Seiten schon viel mehr Verständnis für den jeweils anderen.

Melanie Berger (auf dem Foto) ist eine der Initiatorinnen des Projektes Welt-Raum. Sie studiert an der

Zeppelin Universität in Friedrichshain. Das Projekt läuft jedoch unabhängig von der Universität.

Aufgabe 2

Beantworten Sie kurz die Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.

1.Was bieten Studierende den Flüchtlingen an? ___
2.Wie reagierten die Heimbewohner zuerst auf die Versprechen? ___
3.Wie oft treffen sich Studierende mit Bewohnern zum Sporttreiben? ___
4.Wie lernen Studierende Fremdsprachen von Asylanten? ___
5.Wie sollen sich Asylanten im Projekt Welt-Raum fühlen? ___
6.Warum haben Asylheimbewohner mehr Zeit für Begegnungen als Studenten? ___ (6 Punkte)

Rešitve – Aufgabe 2

1. Begegnungen.
2.Skeptisch.
3. Zweimal in der Woche.
4.In Sprachtandems.
5. Auf Augenhöhe.
6. Weil sie nicht arbeiten (dürfen).
Aufgabe 3

Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.

1.Für die Asylanten sorgt die Organisation ___.
2.Die Asylbewerber in Friedrichshafen brauchen von Studenten keine ___ Hilfe.
3.Bewohner des Asylhauses sind gewöhnt daran, dass Leute viel ___ und ihr Wort später nicht halten.
4.Asylanten und Studenten besuchten im Sommer viele Feste und machten einen Ausflug zum ___.
5.Melanie lernt mit einem Syrier ___ Sprache.
6.Melanie hat ___, wenn sie zu einem Treffen nicht kommen kann. (6 Punkte)

Rešitve – Aufgabe 3

1.Deutsches Rotes Kreuz
2.materielle
3. versprechen
4.M172-251-1-4
5.die arabische
6. ein schlechtes Gewissen