Jesenski izpitni rok 2011
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
den folgenden Text. – Soul aus tiefstem Herzen
Der ehemalige Computerfachmann Klaus Gassmann startet mit der Show „Sweet Soul Music“
ein neues Leben – nun gastiert er im Deutschen Theater.
Sein Enthusiasmus ist ansteckend und seine Energie bemerkt man sofort. Klaus Gassmann ist ein
Mann, der sich im Leben verwirklicht hat. Der jugendlich wirkende 61-Jährige hat noch einmal ganz
neu angefangen. Drei Jahrzehnte lang war er Softwareentwickler und Manager bei der Computerfirma
SAP. Vor kurzem hat er auf eigene Rechnung eine Musikshow kreiert, die seiner großen Liebe
gewidmet ist: „Sweet Soul Music“.
Mit 20 Musikern, Tänzern und attraktiver Lichtgestaltung erzählt die Show die Geschichte des Souls,
moderiert von Ron Williams, der in der Show die Hauptrolle übernimmt: er spielt den Musiker Ray
Charles. Nach zwei Jahren Vorarbeit gab es im März vergangenen Jahres die erfolgreiche Premiere
in der schwäbischen Heimat. Nach 50 weiteren Shows bekam Gassmann Anfragen aus der ganzen
Welt – sogar aus den USA.
Gassmanns Idee, Musik zu machen, stammt aus den 60er Jahren, als er in Deutschland Auftritte von
James Brown und Wilson Pickett sah. „Danach war alles klar“, sagt Gassmann heute. Er kaufte sich
eine Gitarre und ein Saxofon und übte, als ob er besessen wäre. Schon ein paar Monate später tourte
er mit einer Soulband durch die amerikanischen Clubs. „Eine harte Schule“, sagt Gassmann
rückblickend. „Wir als weiße Deutsche mit Soulmusik vor amerikanischem Publikum. Natürlich tobte
das Publikum nicht immer vor Begeisterung.“ Aber ein amerikanischer Soldat beruhigte den damals
jungen Musiker Gassmann: „Solange das Publikum nicht den Saal verlässt, ist das ein Zeichen, dass
es den Leuten gefallen hat.“
Jam-Session mit dem Chef
Anfang der 70er Jahre aber durchkreuzte eine zweite Leidenschaft die Musikkarriere von Klaus
Gassmann. Der technikbegeisterte Musiker begann sich in diesen Jahren für Computer zu
interessieren. Mit seiner Arbeit als Programmierer finanzierte er sein Studium und arbeitete hart und
erfolgreich vier Jahrzehnte in der digitalen Boombranche. „Das war wie die Musik auch eine
Entscheidung des Herzens“, sagt Gassmann. Bei SAP, wo er als Programmierer arbeitete,
organisierte er die Betriebspartys und begeisterte den Firmengründer und seinen Chef Hasso Plattner
für Musik: Er musste ihm so lange Gitarrenunterricht geben, bis der Chef endlich gelernt hatte, einige
Lieder allein zu spielen.
Im Job als Programmierer hat Gassmann viel gelernt für sein zweites Leben als Musiker und
Produzent. „Das alles Entscheidende für den Erfolg ist Teamarbeit“, sagt Gassmann heute. Für seine
letzte Show hat er die Künstler aus vielen Ländern zu einer „Familie“ zusammengeschweißt. Nur Ron
Williams ist als charismatischer Frontman unverzichtbar.
Seine Show „Sweet Soul Music“ ist ein absoluter Erfolg. 14 Mal spielte er hintereinander im
ausverkauften Stuttgarter Theaterhaus und in der Schweiz beim Open-Air am Zürcher See vor über
zehntausend Menschen. Als er vor zwei Wochen ein Interview gab, sagte er: „Lange Zeit war ich ein
leidenschaftlicher Softwareentwickler, aber die Erfolgserlebnisse, die man bekommt, wenn man vor
dem Publikum auf der Bühne steht, kriegt man da nicht. Nicht so direkt. Das ist es, was es ausmacht“,
sagt Gassmann.
Nun will er systematisch Europas große Städte erobern. Denn seine Show – das haben ihm viele
bestätigt – ist völlig konkurrenzlos.
(Nach www.abendzeitung.de, 9/2010)
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Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben.
Rešitve – Aufgabe 1
den folgenden Text. – Auf Glückssuche in Sportschuhen
Warum es gar nicht so einfach ist, die passende Sportart zu finden.
Auch wenn es auf den ersten Blick abwegig erscheint, haben Schokolade und Sport etwas
gemeinsam: Beide sorgen dafür, dass der Körper mit Glückshormonen überschüttet wird. Allerdings
nur, wenn der persönliche Geschmack exakt getroffen wird – das gilt für Vollmilch-Nuss ebenso wie
für Tennis, Hockey und Co.
Als Leon Fleischer die dritte Klasse besuchte, hatte er schon beim Aufstehen Bauchweh. Nicht etwa,
weil er zum Abendbrot zu viel gegessen hatte – dem damals Neunjährigen war nur allzu schmerzhaft
bewusst, dass er beim Gerangel auf dem Schulhof stets den Kürzeren zog, was blaue Flecken und
Angstschweiß zur Folge hatte. Der Mainzer war eben nicht nur kleiner als die anderen Jungs, sondern
auch schmächtig. „Mit neun Jahren habe ich mit Judo angefangen. Es war die Idee meines Opas, der
darüber in der Zeitung gelesen hatte. Es klingt abgedroschen, ist aber tatsächlich so: Das hat mein
Leben verändert.” Nicht nur, dass sich Leon plötzlich gegenüber den Klassenkameraden behaupten
konnte, er wurde auch immer beliebter.
Auch die Philosophie muss stimmen
Und die ansehnlichen Muskelpartien sind nach wie vor ein hübscher Nebeneffekt. „Viele Mädchen
stehen auf ein Sixpack”, sagt er augenzwinkernd. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb er
seit nun acht Jahren zweimal die Woche beim Training anzutreffen ist. „Mir gefällt die Philosophie, die
sich hinter Judo verbirgt. Es gibt feste Regeln und einen Ehrenkodex. Fairness und Respekt haben
Priorität – das ist auch für das Leben außerhalb der Halle von Vorteil”, berichtet der Gymnasiast.
„Beim Training tauche ich komplett ab, da bin ich in einer anderen Welt. Das gibt mir Kraft, vor allem
in Prüfungszeiten. Ich kann mir keinen besseren Sport vorstellen!” Es gibt noch viele weitere Leons da
draußen – und wir alle kennen sie: Klassenkameraden, Geschwister oder Freunde, die richtig viel Zeit
freiwillig in verschwitzten Jogginganzügen verbringen. Und das, wo man stattdessen shoppen gehen
könnte! Oder von 300 an rückwärts zählen. Vielleicht mal Gummibärchen nach Farben sortieren …
Tja, da gäbe es so einiges. Doch für überzeugte Sportler ist ihr Hobby eben nicht nur irgendein
zufällig gewählter Zeitvertreib, sondern fußt auf echter Überzeugung.
Viele hängen den Sport an den Nagel
Das Herz von Katharina Scheidt beispielsweise gehört nach einem Abstecher in die Ballettstunde nun
dem Tennis. „Mir ist wichtig, einen Mannschaftssport zu betreiben, bei dem man sich viel bewegt. Golf
wäre also nichts für mich”, sagt die Zwölftklässlerin aus Wiesbaden. „Mir gefällt, dass man dabei
rennen muss. Sport tut mir vor allem an Schultagen gut, wenn ich acht Stunden still gesessen habe.”
Allerdings kennt auch sie Durchhänger. „Ich schaffe es nicht immer zum Training, vor allem nicht,
wenn in der Schule wichtige Arbeiten anstehen. Was mich aber motiviert, ist die tolle Gruppe, mit der
ich trainiere.” In ihrem Freundeskreis ist Katharina eine Ausnahme. „Als wir jünger waren, hat fast
jeder meiner Freunde irgendeinen Sport betrieben: Tanzen, Hockey oder auch Tennis, doch mit der
Zeit haben viele aufgehört, und mittlerweile betreiben nur noch die wenigsten einen Sport. Eigentlich
nur die, die auch richtig gut geworden sind. Die anderen haben den Sport wegen Schulstress oder
weil sie keine Lust mehr hatten, an den Nagel gehängt.“
(Nach www.yaez.de, 9/2010)
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Beantworten Sie kurz die folgenden Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im obigen Text.
Rešitve – Aufgabe 2
Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden sie nur im Text.