Spomladanski izpitni rok 2009
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
Integration gelungen? – Deutschkurse in Deutschland
Seit zwei Jahren gibt es in Deutschland Integrationskurse. Die Integrationskurse richten sich an neue
Immigranten, Flüchtlinge ebenso wie an Ausländer, die schon länger legal in Deutschland leben und
nicht gut genug Deutsch sprechen. Diese Leute haben ein Recht auf – und in bestimmten Fällen auch
die Pflicht zur – Teilnahme am Kurs. Damit wurde ein völlig neues Modell staatlicher Integration
eingeführt. Der Kurs besteht aus 600 Stunden Deutschunterricht und 30 Stunden, in denen die
Teilnehmer das Wichtigste über die deutsche Geschichte, Kultur und Rechtsordnung lernen.
Der Teilnehmer bezahlt in der Regel 1 Euro pro Stunde. Die Schulen bekommen 2,5 Euro pro Stunde
und pro Teilnehmer, weil auch der Staat finanzielle Hilfe leistet.
Albert Schmidt ist Vorsitzender des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Das Amt ist
verantwortlich für die Inhalte und die Koordination der Integrationskurse.
Albert Schmidt: "Aus unserer Sicht sind die Kurse ein voller Erfolg. Inzwischen haben sich mehr als
300 000 Personen angemeldet. Dabei sind zwei Aspekte besonders positiv. Zum einen hat sich die
Mehrheit der Teilnehmer freiwillig angemeldet. Zum anderen sind 63 Prozent der Teilnehmer Frauen.
Dies ist eine wichtige Gruppe, die wir erreichen wollten – und erreicht haben. Der Unterricht wird an
Schulen organisiert, es werden Gruppen mit bis zu 25 Schülern gebildet."
Nach 600 Stunden Deutschunterricht sind die Absolventen in der Lage, sich auf Deutsch verständlich
zu machen und sich im Alltag selbstständig zurechtzufinden. Der Kurs endet mit einer Prüfung, die
jedoch nicht Pflicht ist. 71 Prozent der Prüfungsteilnehmer haben bisher bestanden und das Zertifikat
Deutsch erreicht. Positive Erfahrungen haben wir auch damit gemacht, dass Menschen
unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Deutsch lernen.
Ernst Küchler ist Vorsitzender des Deutschen Volkshochschul-Verbands. Diese Organisation bietet
jeden dritten Integrationskurs an.
Ernst Küchler: "Die Schulen bekommen für jeden Teilnehmer 2,05 Euro pro Unterrichtsstunde. Davon
müssen sie die Lehrer bezahlen, die Räume, die Ausstattung (zum Beispiel Kassettenrekorder) und
die Verwaltung der Kurse. Bis zu 25 Teilnehmer dürfen in einer Gruppe sein, das ist zu viel für guten
Unterricht. Trotzdem reicht das Geld nicht aus. Natürlich ist es gut, dass es jetzt in Deutschland
Integrationskurse gibt. Wir haben gute Ergebnisse damit erzielt. Sehr viele Kursteilnehmer haben
ausgezeichnet Deutsch gelernt, aber für einige ist das wieder nicht so leicht. Sie sollen in 600
Unterrichtsstunden so viel Deutsch lernen, dass sie die Prüfung zum Zertifikat Deutsch bestehen
können. Viele Teilnehmer, die in ihrer Heimat nicht so lange zur Schule gegangen sind und Deutsch
nicht als Fremdsprache gelernt haben, schaffen das nicht. Auch diejenigen, die zuerst lesen und
schreiben lernen müssen, schaffen das Ziel nicht."
Die Integrationskurse könnten eine wirklich gute Sache werden, wenn die Teilnehmer bei Bedarf mehr
Stunden zum Deutschlernen bekommen würden und die Schulen mehr Geld.
Albert Schmidt: "Sicherlich lässt sich das System noch verbessern. Deshalb werden die Kurse von
einer unabhängigen Firma untersucht. Alle Beteiligten können sich zu Wort melden. Danach
entscheiden wir, wie es weitergeht."
(Nach DEUTSCH perfekt, Januar 2007)
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Rešitve – Aufgabe 1
Singen wie die Popstars – Musikunterricht in Dortmund
Freitag 12.45 Uhr, Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund. Wir sind in einem großen Musikraum, am
Zimmerende befindet sich die große Bühne, auf der ein riesiges Schlagzeug aufgebaut ist. Davor
steht ein großes Klavier und in der Ecke eine Musikanlage. Die Musiklehrerin Antje Rupert ist gerade
dabei, einen passenden Song für ihre vier Schülerinnen herauszusuchen. Hier singen die Mädchen
bekannte Songs der ganz großen Popstars. Das Repertoire geht von The Pussycat Dolls über
Christina Aguilera, Destiny's Child bis zu Justin Timberlake.
Die Mädchen sind ganz aufgeregt und tanzen beim ersten Takt mit. Alle Mädchen kommen freiwillig
hierher, aber mit einem Hintergedanken: Sie wollen alle ein Star werden. Lehrerin Antje Rupert sieht
das mit dem großen Erfolg sehr realistisch: "Also, die Mädchen singen für ihr Leben gern, das merkt
man. Das Problem ist nur, dass ihnen durch Sendungen wie zum Beispiel Popstars suggeriert wird,
sie müssten nur gut aussehen und ein bisschen singen können und dann sind sie direkt Stars. Und
das ist auch alles ganz einfach und das Leben als Star macht großen Spaß. Die Mädchen haben
überhaupt keine Vorstellung davon, wie hart die Arbeit eines Popstars ist."
Singen heißt hart trainieren
Die Lehrerin bemüht sich, das Beste aus den Mädchen herauszuholen. Aber hier wird nicht einfach
losgesungen, sondern trainiert – und zwar die Stimme, denn eine gute und kraftvolle Stimme ist die
Basis für ein gutes Singen. "Das klappt auch sehr gut," erzählt Antje Rupert, "was aber immer noch
schwierig ist, sind die As, Es und Cs. Die bereiten den Mädchen Probleme und auch bei der
Atemtechnik schalten sie schnell ab, deshalb machen wir das immer am Ende. Was aber immer gut
funktioniert, ist das Singen eines konkreten Liedes." Los geht der Gesangunterricht mit Say My Name
von Destiny's Child. Weil das kein Problem für die Schülerinnen ist, muss ihnen die Lehrerin etwas
Schwierigeres geben: Fallin' von Alicia Keys.
Musik macht stark
Den Song hat die 14-jährige Katharina vor 800 Leuten auf dem Schulfest gesungen. Sie ist sehr stolz
darauf, dass sie auch die hohen Töne getroffen hat. Bei Jutta, 14, leuchten die Augen, als sie von
ihrem Auftritt erzählt. Sie hat den Titanic-Song von Celine Dion gesungen und bevor sie fertig war,
begann das Publikum zu klatschen.
Marie, 14, ist die Schüchternste. Auch sie ist aufgetreten und ist seitdem selbstbewusster und
motivierter geworden. "Ich bin jetzt offener geworden und rede mit mehr Mitschülern und Lehrern.
Außerdem bin ich in den anderen Fächern jetzt motivierter als vorher." Patricia ist mit ihren zwölf
Jahren die Jüngste in der Gruppe. Der Auftritt vor 800 Leuten fiel ihr schwer, weil sie noch nicht von
sich überzeugt war. Sie zweifelt, ob alle begeistert von ihrer Gesangsleistung gewesen sind: "Das ist
aber nicht schlimm," sagt Patricia, "das gehört ja dazu, dass manche es toll finden und andere
weniger gut. Ich mache auf jeden Fall weiter!" Antje Rupert erzählt, dass Musik an der Schule enorm
wichtig ist. Sie sagt: "Der Musikunterricht ist eine wichtige Alternative zum Unterricht, wo man sitzen
und zuhören muss und alles über den Kopf läuft."
An der Anne-Frank-Gesamtschule ist Musik das Gesprächsthema Nummer eins. Die Schüler können
hier ihre Persönlichkeit zeigen, sie sind auf einmal viel ehrgeiziger als sonst. Hier ist eigene Motivation
da und durch die Auftritte sammeln sie Erfolgserlebnisse, die wichtig für ihr Selbstbewusstsein sind.
Durch Performance auf dem Schulfest sind alle über sich selbst hinausgewachsen. Und es gibt
demnächst noch mehr an der Anne-Frank-Gesamtschule: Das nächste große Projekt steht schon an:
ein Video.
(Nach www.einslive.de, Januar 2007)
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Beantworten Sie kurz die folgenden Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.
Rešitve – Aufgabe 2
Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.