Jesenski izpitni rok 2009
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
den folgenden Text. – AUF DEN WELLEN DES RHEINS
Eine Schiffsfahrt zur Loreley und durch die schönste
Flussregion Deutschlands
Kapitän Mertens fürchtet die heimtückische Jungfrau nicht. Während das Männergrüppchen vor der
Kommando-Brücke wie gebannt zu ihr hochschaut, bleibt der erfahrene Bootsführer völlig gelassen.
Konzentriert steuert er sein großes Schiff um den mächtigen, steil aus dem Wasser ragenden Felsen.
Es kümmert den langjährigen Rhein-Kenner nicht, dass dort oben die schöne Loreley sitzen soll, die
mit ihrem Gesang vorbeifahrende Schiffer ins Verderben locken will.
"Es gibt heute keine heiklen Stellen mehr im Rhein," sagt Manfred Mertens nüchtern. Viele seiner
Passagiere indes lehnen interessiert an der Reling. Ihre Augen suchen den Fluss nach den
gefährlichen Wirbelströmungen ab, die einst zahlreiche Schiffe sinken ließen. Doch bald wenden sie
sich wieder der Loreley zu, der mythischen, aber weit faszinierenderen Erklärung für das Unglück
vieler Bootsleute.
Ruhig gleitet das weiße Schiff an dem 132 Meter hohen Felsen vorbei, weiter durch das enge Tal. Die
meisten Passagiere sitzen an Deck. Sie genießen den Rundumblick auf eine der berühmtesten
Landschaften Deutschlands. "Vater Rhein", wie die Deutschen ihren wichtigsten Fluss liebevoll
nennen, zeigt sich hier von seiner schönen Seite. Statt breit und schnurgerade durch eine Ebene –
wie etwa zwischen Basel und Mainz – fließt der Strom hier in unendlichen Windungen. Immer neue
Perspektiven bietend, schlängelt er sich gemächlich von Bingen bis Koblenz durch das Rheinische
Schiefergebirge.
Im 19. Jahrhundert besangen Dichter wie Heinrich Heine und
Klemens von Brentano in Versen die Schönheit dieses
legendenumwobenen Landstriches. Fast 200 Jahre später begeisterte
sich die UNESCO für das Mittelrheintal, kürte es zum Welterbe.
Kleine, malerische Orte mit Fachwerkhäusern säumen das schmale
Ufer. Laubwälder wechseln sich mit Weinbergen ab, die im Frühjahr
im zarten Grün, im Herbst in goldenen und roten Farben leuchten.
Und immer wieder tauchen rechts und links an den Hängen Burgen
und Burgruinen auf – auf den 65 Flusskilometern zählen wir
insgesamt 21! Majestätisch thronen sie über dem Strom. Bis auf eine:
Pfalzgrafenstein. Mitten im Rhein, auf einer Felseninsel, liegt sie wie
ein Schiff. "Sie wurde 1326 als Zollburg gebaut," erklärt eine Stimme
aus dem Bord-Lautsprecher.
Weiter flusswärts. Erneut schenken die Passagiere ihre Aufmerksamkeit einer Frau: Germania. Weit
sichtbar steht die Dame über dem Rhein. Das als Niederwalddenkmal bekannte Standbild erinnert an
die Einigung Deutschlands im Jahr 1871.
Kapitän Mertens blickt unterdessen auf das darunter liegende Städtchen. Routiniert steuert er das
Schiff auf Rüdesheim zu. In dem romantischen Weinort gehen die Passagiere von Bord. Sie strömen
in die berühmte Drosselgasse, lassen sich in den gemütlichen Gasthäusern nieder, trinken dort ein
Glas des bekannten Rheingauer Weins – und stoßen an auf die verführerische Loreley mit dem
goldenen Haar.
(Nach Deutsche Welten 2005)
M092-251-1-1 3
Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben.
Rešitve – Aufgabe 1
den folgenden Text. – Warme Farben bringen die Sonne ins Haus
Kleine Veränderungen für mehr Helligkeit in dunklen Räumen
Selbst wenn draußen hell die Sonne scheint, gleichen
manche Wohnungen dunklen Löchern. Mal fehlt
ihnen eine Sonnenseite, mal sind die Fenster zu
klein, oder Bäume stehen direkt davor. Wer mehr
Licht in finstere Räume bringen möchte, ohne gleich
neue Fenster einzubauen, kann schon mit kleinen
Veränderungen an der Einrichtung viel bewirken:
Glänzende Materialien, warme Farben und Kontraste
lassen Wohnungen heller erscheinen.
"Einige einfache Maßnahmen können dazu beitragen,
dass ein Raum das natürliche Licht optimal ausnutzt,"
sagt Peter Kunz, Architekt und Geschäftsführer der
Gestaltungsfirma D'MEK aus Berlin.
" Die den Fensterflächen gegenüber liegenden Wandflächen sollten möglichst hell bleiben – damit das
einfallende Licht gut reflektiert wird. Auch helle Bodenflächen, etwa weiß lackierte Dielen, können die
Reflexion verstärken."
"Generell sind helle und glänzende Oberflächenfarben besser geeignet, die Grundhelligkeit des
Raumes zu erhöhen," erklärt Walter Gebhart, Architekt aus Hamburg. Ähneln sich darüber hinaus die
Farben und Materialien an Wand, Decke und Boden, lässt dies die Grenzen eines Raumes
verschwimmen, wie Walter Gebhart erklärt. Dadurch wirkt er großzügiger. Warme Farbtöne bewirken
außerdem, dass der Raum freundlicher erscheint.
Auch über die Möblierung lässt sich Einfluss auf die Helligkeit nehmen – und wieder spielt die Farbe
eine Rolle. Lacke und Stoffe in hellen Farbtönen lassen Räume lichter und größer wirken. Umgekehrt
sollte man dunkle Farben nur sparsam einsetzen, denn sie lassen Räume kleiner erscheinen. Auch
die Art der Materialien ist entscheidend, weil es Oberflächen gibt, die Licht reflektieren oder
schlucken. Auf glänzenden Lackflächen oder Glas wird Licht hingegen stärker reflektiert als auf eher
dunklen Holzoberflächen. Kunststoffe seien zudem meist matter und wirkten dadurch heller als
natürliche Materialien.
Spiegel erzeugen Weite
Dunkle Räume sollten nicht mit zu vielen Möbeln voll gestellt werden. Ein Raum wirkt um so luftiger, je
weniger, kleiner und transparenter die Möbel und durch sie entstehende Schatten sind. Was die
Raumkanten ablesbar macht, verkleinere den Raum optisch. So ließen Regale, die an der Wand
angebracht sind und nicht auf dem Boden stehen, Räume großzügiger erscheinen. Der Fußboden
endet dadurch optisch nicht schon am Möbel, sondern erst an der Wand.
Durch den geschickten Einsatz von Spiegeln lässt sich zusätzliches Licht einfangen: Werden sie mit
Bedacht aufgehängt, können sie die Fenster verdoppeln. Diese Tricks kann man auch bei kleinen
Zimmern nutzen. Spiegel können, an der richtigen Stelle angebracht, mehr Weite erzeugen und das
Licht richtig lenken.
Werden Möbel und Wandfarben geschickt kombiniert,
erscheint ein Raum ebenfalls heller. Um das zu erreichen,
sollten sich helle Flächen und dunkle Kleinmöbel abwechseln.
Durch den Kontrast kommt die Helligkeit von Pastelltönen
besser zum Vorschein, erklärt Architekt Gebhart. Überhaupt
müssten helle Einrichtungsgegenstände und Wände nicht
weiß oder cremefarben sein. Hellgrün oder hellgelb erzielen
genau denselben Effekt.
Wer die Möglichkeit zu baulichen Veränderungen hat, kann seine Fenster vergrößern und dadurch
mehr Licht in die Wohnung bringen. Letztlich entscheidet aber auch der architektonische Schnitt, wie
effektiv das Tageslicht ausgenutzt wird. Und manchmal ist mit natürlichem Licht einfach nichts zu
machen.
"Je tiefer der Raum, desto mehr muss man mit künstlichen Lichtquellen nachhelfen," sagt Architekt
Peter Kunz.
(Nach Eßlinger Zeitung, Oktober 2006)
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Beantworten Sie kurz die folgenden Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.
Rešitve – Aufgabe 2
Ergänzen Sie die Sätze. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.