Spomladanski izpitni rok 2014

Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC

Spomladanski izpitni rok 2014

Neue Freundschaften durch Mentorenprogramme

Die 21-jährige Erika aus der Slowakei und ihre verstanden hat“, erklärt Pia ihre Strategie.

Mentorin Pia lernten sich durch das „Wenn ich Pia sehe, weiß ich sofort, dass ich

Mentorenprogramm an der Universität jetzt Deutsch sprechen muss“, lacht Erika.

Bielefeld kennen. Pia arbeitet im International

Office der Uni und durfte deshalb vor allen Konversationen effektiver als Sprachkurs

anderen einen Blick auf die

Incomings des nächsten Semesters - Wenn man die fröhlichen jungen

darunter auch Erika - werfen. Die Frauen erlebt, käme man nie auf die

Entscheidung, die sympathische Idee, dass diese beiden sich jemals

Slowakin zu betreuen, fiel spontan: mit einem Buch in die Bibliothek

„Auf dem Foto hat sie so schön verziehen würden, um stur und

gelacht“, erinnert sich die 24-Jährige. trocken Deutsch zu pauken. Dieser

Eindruck trügt nicht, denn tatsächlich

„Rotkäppchen” verstehen sich auf kam das Deutschtraining bei den

Anhieb beiden Studentinnen eher nebenbei.

Erika und Pia trafen sich oft zum

Dieser erste Eindruck hat sich bestätigt. Bummeln und Kochen oder bereisten

Obwohl die beiden aus völlig unterschiedlichen Deutschland. Im August eroberten sie zum

Studiengängen kommen – Pia studiert Deutsch Beispiel Norddeutschland – Pias Heimat.

als Fremdsprache und Erika Mathematik – sind Erika findet die Gespräche und Aktivitäten mit

sie sich ziemlich ähnlich. Erika und Pia waren Pia viel nützlicher, als den Deutschkurs, den

von Anfang an ein Herz und eine Seele. Fragt sie besuchen musste. Die ersten Erfolge

man sie über ihre gemeinsame Zeit, sprudelt bemerkte Erika, als sie im Kino war: „Ich habe

es nur so aus ihnen heraus. „Erika ist sehr das erste Mal den kompletten Film verstanden

offen und kommunikativ. Ich hätte es nicht und konnte an den witzigen Stellen mitlachen“,

besser treffen können“, schwärmt Pia. Was die freut sie sich.

beiden außerdem verbindet, verrät Erika: „Wir

haben herausgefunden, dass unsere Für den Master zurück nach Deutschland

Großmütter uns den gleichen Kosenamen

gegeben haben, nämlich Piroschka.“ Übersetzt Erika ist stolz, dass sie alle Kurse an der Uni

heißt das so viel wie „Rotkäppchen“. Vor ihrer bestanden hat, denn alle wurden auf Deutsch

Ankunft hatte Erika bereits in der Schule unterrichtet. Nach fünf Monaten in der

Deutsch gelernt, war aber ein bisschen aus der Bundesrepublik musste sie im August erst mal

Übung. Alle Angst vor zurück in die Slowakei, um ihren Bachelor zu

Verständigungsproblemen war bereits am beenden. „Ich habe in Deutschland eine ganz

ersten Tag wie weggefegt: Als sie im April andere Welt kennen gelernt. Die jungen Leute

nach Deutschland kam, war sie überrascht, hier sind viel aktiver und nicht so verschlossen

dass sie doch so viel verstehen konnte. Erikas wie zu Hause“, vergleicht sie. Darum steht für

Ziel war es immer, ausdrücken zu können, was sie jetzt schon fest: „Ich will in Deutschland

sie will. Und dass sie das auch so schnell wie meinen Master machen.“ Bis dahin muss sie

möglich schafft, war wiederum das erklärte Ziel aber nicht ganz auf Deutschland verzichten,

von Pia. „Am Anfang wollte Erika lieber denn Pia wird sie in der Slowakei bald

Englisch reden. Ich habe aber immer Deutsch besuchen.

mit ihr gesprochen, auch wenn sie etwas nicht

Aufgabe 1

Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben ().

1.Pia konnte sich die ausländische Studentin selbst aussuchen.
2.Die beiden haben sich sofort gut verstanden.
3.Erikas Großmutter hieß „Piroschka“.
4.Am Anfang kommunizierten die beiden Studentinnen oft auf Englisch.
5.In Kursen kann man am erfolgreichsten Fremdsprachen lernen.
6.Erika meint, dass die jungen Leute in Deutschland sehr offen sind.

Rešitve – Aufgabe 1

1.R
2.R
3.F
4.F
5.F
6.R

MadC – Weltreisende in Sachen – Graffiti

Claudia Walde ist ständig in der Luft – oder sie Ein Trend in der aktuellen Graffiti-Szene:

sprüht. Weltweit. Einen Termin mit ihr zu Wegen des Internets vermischen sich die Stile:

finden, kommt der Quadratur des Kreises „In London gibt es Leute, die genauso malen

gleich. Wir treffen uns auf einem Parkplatz wie in Los Angeles,” sagt MadC. Sie findet es

irgendwo im ostdeutschen Nirgendwo - in der „sehr schade, dass lokale Stile verloren

Nähe einer Autobahn. Dann folge ich ihr gehen”.

unauffällig in ihr Atelier: im letzten Winkel eines

Bauernhofs. Sie bittet darum, den Namen des Claudia Walde besprüht nicht nur Wände,

Dorfes nicht zu verraten. Sie will ihre Ruhe. sondern auch Leinwände, die sie in Galerien

In der Szene heißt Claudia einfach nur MadC. verkauft. Sie wollte immer freie Künstlerin sein.

Sie gilt als die Beste in einer Szene, die von Dafür hat sie im Anschluss an ihr Design-

Männern dominiert wird. Claudia Walde ist Studium ein gut bezahltes Job-Angebot in

weltweit die bekannteste aktive Graffiti- London abgelehnt. Sie hätte dort Art Director

Künstlerin. Sie besprüht Wände von Mexiko werden können. „Innerhalb einer Woche

bis Russland, von London bis Budapest. Dafür musste ich mich entscheiden”. Sie dachte

reist sie rund um den Globus. damals: Jetzt oder nie.

Die Besucher ihres Blogs: Platz eins USA, Von Graffiti-Kunst kann kaum jemand leben.

gefolgt von Großbritannien. Platz drei: 15 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringt sie mit

Deutschland. Sie denkt global – lebt aber bezahlten Auftragsarbeiten. 60 Prozent sind

dennoch in Halle in Sachsen-Anhalt. „unbezahlte Wände”. „Ich bin definitiv in erster

Auch ihr Atelier ist alles andere als glamourös. Linie Graffiti-Sprüherin. Ich kann mir nicht

Wir blicken über Felder auf die ICE-Trasse vorstellen, die Wand aufzugeben; das ist mein

Leipzig-Berlin. „Ich nehme ganz selten andere Grundstein.”

Künstler mit hier hin. Das hier ist mein

Ruhepol.” Wir ziehen über die Felder in der Nähe ihres

Da sie ihre Kindheit anfangs in Äthiopien Ateliers - zu ihrer bisher größten Arbeit: eine

verbrachte, fühlte sie sich als Außenseiterin, Wand ungefähr 700 Quadratmeter groß, also

als sie mit ihren Eltern nach Deutschland etwa wie ein Handballfeld. Daran hat sie vier

zurückkehrte. Um dieser Rolle zu entfliehen, Monate gearbeitet. Unentgeltlich. Sie hat keine

begann sie, den eigenen Namen bekannt zu Erklärung dafür, was sie fasziniert, obwohl sie

machen. Sie sprühte ihn an Wände: MadC. als Frau, als Sprayerin, als Künstlerin im

Denn sie wurde schon als Kind „die verrückte dreifachen Sinne in einer Außenseiterrolle lebt.

Claudia” genannt. Deshalb „MadC”. Mad für „Das ist wie ein Feuer in mir, das mich immer

verrückt, C für Claudia. wieder vorantreibt.”

Aufgabe 2

Markieren Sie den Buchstaben der richtigen Lösung.

1.Claudia Walde A dominiert nicht in der Graffiti-Szene. B ist die bekannteste Graffiti-Sprüherin auf der Welt. C ist die beste in der mexikanischen Graffiti-Szene.
2.Ihre größten Fans sind A Amerikaner. B Britten. C Deutsche.
3.Als Kind lebte sie mit den Eltern A auf einem Bauernhof. B in Deutschland und Äthiopien. C in vielen verschiedenen Ländern der Welt.
4.Die Graffiti-Szene wird allmählich A immer lokaler. B stilistisch verändert. C überall gleich.
5.Claudia wollte schon immer A Art Direktorin werden. B Designerin werden. C freie Künstlerin werden.
6.Als Graffiti-Sprüherin A besprüht sie viele Wände gratis. B hat kein Einkommen. C verdient sie viel Geld. (6 Punkte)

Rešitve – Aufgabe 2

1.B
2.A
3.B
4.C
5.C
6.A
Aufgabe 3

Beantworten Sie kurz die folgenden Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.

1.Wo liegt ihr Atelier? ___
2.Warum ist ihre Adresse nicht bekannt? ___
3.Wie nannte man sie als Kind? ___
4.Wie fühlte sie sich nach ihrer Rückkehr nach Deutschland? ___
5.Was hat Claudia studiert? ___
6.Wo steht ihr größtes Graffiti-Kunstwerk? ___ (6 Punkte)

Rešitve – Aufgabe 3

1. Auf einem Bauernhof.
2.Sie will ihre Ruhe.
3.Die verrückte Claudia.
4.Als Außenseiterin.
5.Design.
6. Auf einem Feld.