Spomladanski izpitni rok 2013
Nemščina · Splošna matura · Izpitna pola 1A · Osnovna raven · Vir: RIC
0. Der Philosoph Martin Heidegger nennt Langeweile „die Abgründe des Daseins”, denn sie wirft
Sinnfragen auf. Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Georg Büchner und Arthur Schopenhauer
hatten oft mit Langeweile zu kämpfen – und wurden wohl nur auf diese Weise zu wirklich
großen Denkern. Denn nur wer die Leere zulässt und den Gedanken erlaubt, allerlei Kreuz-
und Querverbindungen zu bilden, kommt auf wirklich neue Ideen.
Weil diese Gefühlslage unter Forschern als äußert vielschichtig gilt und sich auf
1.
unterschiedlichste Weise ausdrücken kann: Menschen, die sich langweilen, werden aggressiv
oder zappelig, manchmal aber auch träge oder fühlen sich innerlich leer. Im Vergleich dazu
sind Freude oder Ärger ziemlich langweilige Emotionen.
Eindeutig in der Schule. Laut verschiedenen Studien sind Schüler in einem bis zwei Dritteln
2.
der Unterrichtszeit ziemlich angeödet. Sie vertreiben sich ihre Zeit vorzugsweise, indem sie an
ihre Hobbies denken oder in eine Art Dämmerschlaf fallen, letzteres fällt Jugendlichen
besonders leicht.
Unser Gehirn verfügt über keine innere Uhr. Deshalb greift es zu einer Hilfskonstruktion: Alles,
3.
was passiert, wird in Zeiteinheiten umgerechnet. Ereignisarme Phasen verstreichen
dementsprechend viel langsamer – fünf Minuten Warten können sich anfühlen wie eine halbe
Stunde. Wenn richtig was los ist, haben wir hingegen den Eindruck: Die Zeit vergeht wie im
Fluge. Nachträglich gesehen verhält sich das Ganze umgekehrt: Langweilige Lebensphasen
scheinen uns viel schneller vergangen als Zeiten, in denen sich viel ereignet hat.
Burn-Out lautet die derzeit häufig gestellte Diagnose bei Menschen, die beruflich und privat
4.
chronisch im Stress sind. Genauso gesundheitsschädlich, sagen Psychologen, sei aber das
„Bore out”. Wer im Job und im Leben dauerhaft gelangweilt und unterfordert ist, kann genauso
an Herz-Kreislaufsystem, Depressionen erkranken, wie die Generation Stress.
Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts in München ergab: Egal, wie viel Kinder in ihrer
5.
Freizeit unternehmen – Aktive sind ebenso häufig gelangweilt wie Stubenhocker. Denn eine
sinnvolle Gestaltung ihrer Zeit können Kinder und Erwachsene nur lernen, wenn sie es sich
erlauben auch mal Zeit zu verschwenden.
Jedenfalls deutet diese Studie darauf hin: Britische Wissenschaftler befragten im Rahmen
6.
einer Langzeit-Untersuchung bereits in den 80er Jahren 7500 Beamte zwischen 35 und 55
Jahren, ob ihr Leben stark von Langeweile gekennzeichnet sei. Nach 25 Jahren fragten sie
noch mal nach: Da waren viele der Interviewten bereits gestorben. Unter denjenigen, die sich
damals chronisch gelangweilt hatten, kamen fast 40 Prozent mehr Todesfälle vor.
Wohnen im Studium
Ich bau mir ein Schloss...
„Lustig ist das Studentenleben” – noch lustiger vielleicht, wenn
man nicht mehr im Kinderzimmer bei seinen Eltern weilt. Aber
um einiges teurer wird es dann leider auch...
Das mag der Grund sein, warum immerhin an die 22 Prozent aller Studis im „Hotel Mama” bleiben.
Wer jedoch nicht an seinem Heimatort studiert, der muss sich eine Bleibe suchen – und im Schnitt, so
eine Erhebung des Deutschen Studentenwerks, 225 Euro im Monat bezahlen. Das ist der dickste
Batzen bei den monatlichen Ausgaben der Studierenden. Anspruch auf Wohngeld haben Studierende
leider nur in Ausnahmefällen...
Auswärts zu wohnen, kann also richtig reinhauen ins Portemonnaie. Doch ist der Preis fürs Wohnen
von zweierlei Faktoren abhängig: zum einen vom Studienort, zum anderen von der Wohnform. In
Frankfurt am Main beispielweise bezahlen Studierende im Schnitt 323 Euro im Monat für Miete und
Nebenkosten, auch in Hamburg und München über 300 Euro. In Chemnitz, Erfurt und Ilmenau jedoch
weniger als 190 Euro. Insgesamt kann man sagen: Gerade in westdeutschen Großstädten und
Studienhochburgen ist es am teuersten.
Rund 17 Prozent aller Studierenden entscheiden sich für die teuerste Wohnvariante und mieten sich
alleine eine Wohnung, etwas über 20 Prozent tun sich mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin
zusammen. Der Vorteil: Man ist unabhängig – der Nachteil: der Preis.
Günstiger ist es, sich ein Zimmer zu mieten. Für Gesellige bietet sich eine WG an, bei der sich
mehrere Studierende eine Wohnung teilen. Das Gute: Man kann auch Telefon oder Internetanschluss
gemeinsam nutzen und so Geld sparen. Wer lieber alleine ist, kann auch ein Zimmer zur Untermiete
suchen – mal mit mehr, mal mit weniger Familienanschluss. Das Wohnmodell „Zimmer” wählen 28
Prozent aller Studenten.
Eine besondere Art zu wohnen ist das Studentenwohnheim. 12 Prozent der Studenten wählen diese
Variante. Bundesweit gibt es rund 180.000 Wohnplätze in Studentenwohnheimen, die die örtlichen
Studentenwerke betreiben. Mittlerweile heißt das nicht unbedingt, dass man auf einem ellenlangen
Gang mit 20 anderen wohnt. Vielmehr bieten die Studentenwerke eine breite Palette an Wohnformen:
vom Einzelzimmer über Appartements bis hin zu Wohngemeinschaften. Die Zimmer sind oft (teil-)
möbliert und zumindest in modernen Anlagen recht gut ausgestattet. Darüber hinaus verfügen sie
über Gemeinschaftsräume. Sehr positiv: Die Häuser sind oft nah am Campus.
Die Mieten fürs Wohnheim schwanken erheblich. Auch hier kommt es sowohl auf die Lage als auch
auf Faktoren wie Ausstattung oder Größe an. In Bochum beispielsweise kann man in einem kleinen
Einzel- oder WG-Zimmer ab rund 170 Euro (warm) wohnen, unmöbliert auch günstiger. Einraum-
Appartements starten bei rund 225 Euro (warm), größere sind entsprechend teurer. Insgesamt bleibt
das Wohnheim in vielen Städten im Vergleich zum freien Markt eine Geldbörsen-schonende
Möglichkeit – daher ist die Jagd auf Wohnheimplätze auch sehr groß. Und das heißt: Frühzeitig beim
zuständigen Studentenwerk melden!
Entscheiden Sie, ob folgende Behauptungen richtig (R) oder falsch (F) sind, und markieren Sie jeweils den entsprechenden Buchstaben ().
Rešitve – Aufgabe 2
Beantworten Sie kurz die folgenden Fragen. Die richtigen Lösungen finden Sie nur im Text.